Wichtig!

Die Happy-End-Fellnase RUBI

 

“Das Internet kann zum Pranger des 21. Jahrhunderts werden. Die Entwicklung ist besorgniserregend.” Das sagte Ilse Aigner – BM in D für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vor einiger Zeit. Dass sie damit nicht unbedingt Recht hat beweist mein heutiger “Happy-End-Fall” – und RUBI.

 
RUBI ist ein Hund, der vor 4 Wochen von Barbara aus dem Tierheim geholt wurde. Schüchtern und vorsichtig ist RUBI dabei, sich in ihrer neuen Familie einzugewöhnen. Auch die “Großeltern” tun alles, um der Fellnase die Umstellung in die neue Familie zu erleichtern. Jedoch ist RUBI nicht nur schüchtern sondern – wie viele anderen Fellnasen auch – neugierig. Und hat im Garten ein klitzekleines Schlupfloch im Zaun gefunden, von dem bis zum Wochenende keiner gewusst hat. Einmal den Kopf durchgesteckt, Schultern nach und schon eröffnete sich eine neue Welt. In Nachbars Garten gab es viel zu entdecken – unter anderem auch das offene Gartentor. Und schon war RUBI fort. 2 Tage langes Suchen, Warten, Hoffen und Beten war für die Familie die Folge.

Gott sei Dank wurde RUBI von 2 netten Menschen gefunden, die die Fellnase mit nach Hause genommen haben, sie gebadet und gefüttert haben und natürlich auch mit ihr Gassi gegangen sind. Und genau da haben sie eine Passantin getroffen, die RUBI bereits durch die geschaltete Suchmeldung wiedererkannt hat. So wurde der Suche ein glückliches Ende gesetzt und RUBI ist wieder wohlbehalten zu Hause.

Zwei Sachen möchte ich Ihnen mit dieser Geschichte mit auf den Weg geben. Bitte “durchforsten” Sie Ihren Garten nach Schlupflöchern im Zaun. Mögen sie uns auch noch so klein erscheinen, manchmal sind sie groß genug, um eine unkontrollierte Abenteuerreise zu ermöglichen.

Ausserdem: unterschätzen Sie nie die Möglichkeit, die eine Suchmeldung per Internet bereithält! Registrieren Sie Ihre Fellnase bei www.animaldata.at und bei www.tasso.net.! Auch das Teilen per FB und auf sonstigen Social-Media-Plattformen kann Ihnen Ihre Fellnase – egal ob Hund oder Katze – schneller wieder zurückbringen!

Ihre Tierärztin Verena Senoner

Wildtier oder Knutschkugel?

Sie krabbeln in unseren Gärten, recken ihre kleinen Stubsnäschen und haben gar winzige und entzückende kleine Pfoten. Ausserdem bereiten sie sich gerade vor – auf den herannahenden Winterschlaf.

Von wem ich rede? Ich gebe Ihnen noch einen klitzekleinen, stacheligen Hinweis: Ihren Körper bedecken bis zu 8.000 Stacheln und trotzdem ist es möglich, sie unbeschadet in die Hand zu nehmen.

Sie haben es sicher schon erraten: ich rede von Igeln. Diese putzigen kleinen Jung-Wildtiere sind gerade emsig in unseren (Vor-)Gärten unterwegs und versuchen, ihr optimales Gewicht für den Winterschlaf zu bekommen. Das ideale Winterschlafgewicht liegt bei Jungtieren bei etwa 500 g, 1000g und mehr haben Alttiere vorzuweisen.

Ob ein Igel alleine überwinterungsfähig ist oder nicht kann nur ein Tierarzt entscheiden – aber NUR KRANKE ODER VERLETZTE TIERE BENÖTIGEN MENSCHLICHE HILFE!!!! Manchmal reicht es schon, dem Igel im November am Fundort eine geschützte Futterstelle einzurichten. Aber auch im Herbst gefundene, kranke Tiere müssen nicht unbedingt in der geheizten Stube überwintert werden. Falls noch kein Frost herrscht können gesundete Igel nach der Rekonvaleszenz beim Menschen oft noch im späten Herbst wieder in die Natur entlassen werden – abendliche Zufütterung und die Schaffung von künstlichen oder natürlichen Unterschlüpfen ist die beste Igelhilfe, die sich eine kleine Stubsnase vorstellen kann.

Aber vergessen Sie bitte nicht: Ziel jeder Igelpflege muss es sein, das Wildtier wieder in seine gewohnte Umgebung und in die Freiheit zu entlassen! (p.s: das foto haben wir uns von naturfotografen-forum.de/o229542-Hedgehog%20Igel geborgt)

Ihre Tierärztin Verena Senoner
Igel im Herbst

Fellnasen-Erste-Hilfe

Kennen Sie das? Sie sind nichtsahnend mit Ihrer Fellnase unterwegs und plötzlich ist alles anders. Sie bemerken, dass Ihr treuer Begleiter dringend ärztliche Hilfe benötigt, sei es, weil er liegt und nicht mehr weitergehen kann, hechelt oder apathisch reagiert. Was tun?

Das Wichtigste ist mit Sicherheit einmal, selbst Ruhe zu bewahren. Und ich weiß, das ist eigentlich auch schon das Schwierigste. Was können Sie aber noch tun, um den Hund bis zum Tierarztbesuch zu stabilisieren?

Viele hilfreiche Tipps und Tricks verrate ich bei meinen “Erste-Hilfe-Kursen speziell für Hundebesitzer”. Sie erlernen, wie Sie einen Verband anlegen, welche Anzeichen es für lebensbedrohliche Umstände gibt und wie Sie den Weg vom hilflosen Zuseher zum hilfreichen Rudelführer gehen können.

Die Kurse sind in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert – die Senoner-Rudelhunde stellen sich für das Üben gerne zur Verfügung.

Nun zu den Fakten:

Ort:
Tierarztpraxis Senoner, Antonsgasse 14, 2500 Baden

Dauer:
ca 2 Stunden

Kosten:
€ 29 pro Person (Hunde müssen bei unseren Erste-Hilfe-Kursen zu Hause bleiben)

Mindestteilnehmerzahl: 3

Maximalteilnehmerzahl: 8

Die nächsten Termine:
Freitag, 27. September 2013, 19.00 Uhr
Samstag, 28. September 2013, 15.00 Uhr und 18.00 Uhr

verbindliche Anmeldungen bitte per e-Mail unter praxis@tierarzt-senoner.at

Ich freue mich auf Sie! Ihre Tierärztin Verena Senoner

Sommerzeit ist Grannenzeit!

Was gibt es Schöneres als an einem lauen Sommerspätnachmittag mit seiner Fellnase durch die Felder und Wälder zu streifen und die Alltagssorgen zu vergessen? Kaum etwas. Allerdings ist auch bei diesen Spaziergängen gerade zu dieser Jahreszeit Vorsicht geboten! Warum? Sommerzeit ist Grannenzeit!

Besonders die langhaarigen und die schlappohrigen Hunde sind in der Spätsommerzeit gefährdet, beim Spaziergang eine Granne „aufzugabeln“. Der Blütenstand der wild auf sehr trockenen Stellen, besonders an Wegrändern und Baumscheiben wachsenden Schliafhansl/Mäusegerste (Hordeum murinum) ist deshalb so gefährlich, weil die langen, rauen Ähren (Grannen) bei Berührung sehr leicht abbrechen und sich am Fell stöbernder Hunde anheften können. Die mit feinen Widerhaken bewehrten Grannenfäden verhindern ein Abschütteln und lenken die stacheligen Grannenspitzen, wie kleine Pfeile, tiefer ins Fell der Tiere hinein. Auf diese Weise können die Ähren oder Ährenteile in Ohren (Foto), Augen, Nasenlöcher oder in die Haut (vor allem im Zwischenzehenbereich) eines Hundes vordringen.

Während Grannen im Ohr, am Auge und in der Nase i.d.R. gut zu entdecken und damit auch schnell zu entfernen sind, stellen sie im Zwischenzehenbereich für Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt nicht selten ein größeres Problem dar.

Vielfach kann zunächst nur die Reifung des Abszesses durch eine Behandlung mit Zugsalbenverbänden beschleunigt werden. Platzt der Abszess schließlich auf, gelingt es leichter, die Grannenteile zu finden. Da Grannenfremdkörper für Ihr Tier immer hochgradig schmerzhaft sind, sollten Sie, wenn entsprechende Symptome auftreten, schnellstens Ihre Tierärztin / Ihren Tierarzt aufsuchen.

Um Ihr Tier vor Grannen so gut wie möglich zu schützen, empfehlen wir Ihnen folgende Prophylaxemaßnahmen:
Während der Sommermonate sollten vor allem die Haare im Zwischenzehenbereich langhaariger Hunde kurz geschnitten werden um die Kontrolle nach jedem Spaziergang zu erleichtern. Alternativ empfiehlt sich das Befeuchten der Pfoten zur besseren Übersicht. Haare auf den Innenseiten von Schlappohren sollten geschoren werden. Vor allem bei mittelgroßen schlappohrigen Rassen, wie z.B. Cocker etc., können für die Dauer der Spaziergänge die Ohren mit Haargummis verschlossen und geschützt werden

Geruhsame Spaziergänge und alles Liebe! Ihre Tierärztin Verena Senoner

Impfungen beim Kaninchen

Liebe Tierbesitzer!

Der Frühling naht und die Natur beginnt zu erwachen. Leider erwachen auch die Gelsen, welche zwei für Kaninchen lebensbedrohliche Krankheitserreger übertragen können. Schützen Sie Ihr Kaninchen bereits jetzt durch eine Impfung gegen Myxomatose (Kaninchenpest) und Rabbit Haemmorrhagic Disease (RHD).

In den letzten Jahren treten diese Krankheiten wieder vermehrt auf, eine Therapie bleibt fast immer erfolgslos.

Für die Impfung verwende ich den neuen Impfstoff von Nobivac: Myxo-RHD. Dieser bietet bei einmaliger Injektion einen ganzjährigen Schutz für Ihr Kaninchen, d.h. eine zweimalige Grundimmunisierung bzw. eine Auffrischung im Herbst ist nicht mehr nötig.

  • MYXOMATOSE:
    Die Erregerübertragung erfolgt hauptsächlich durch Stechmücken. Auch eine Übertragung von Kaninchen zu Kaninchen oder über das Futter ist möglich. Myxomatose äußert sich durch Ödeme der Haut und/oder Entzündungen im Augen-Nasen Bereich. (Löwenkopfkrankheit) Der Verlauf ist meist tödlich.
  • RHD:
    Auch hier erfolgt die Ansteckung des Kaninchens durch den Stich einer infizierten Gelse. Der Krankheitsverlauf ist akut und sehr rasch. Es kommt zu plötzlichen Todesfällen.

Nur die vorbeugende Impfung schützt gegen Erkrankung. Auch Wohnungskaninchen sollten geimpft werden!

Ich berate Sie gerne.

 

Achtung, Zecken!

Liebe Tierbesitzer!

Wir haben am Wochenende die ersten Zecken gesichtet!
Machen Sie sich bereit und schützen Sie Ihre Fellnasen, denn mit aktiven Zecken ist bereits ab einer Temperatur von 7°C zu rechnen. Zecken sind widerstandsfähiger, als uns allen lieb ist.

Bereits jetzt sollte Zeckenschutz durch Repellents und abtötende Präparate beginnen!

 

Foto: (C) Dieter Schütz / pixelio.de


Wussten Sie schon?

  • Zecken können über 3 Wochen im Wasser überleben. Das heißt, Zecken werden in der Toilette nicht abgetötet!
  • Zecken können Waschgänge bei 40°C und 1000 Umdrehungen überleben. Erst Waschgänge von 60°C und Trocknertemperaturen von 60-70°C töten alle Zeckenstadien ab.
  • Zecken können eine Temperatur von -8°C überleben! Erst Einfrieren bei -20°C über 24 Stunden tötet eine Zecke.
  • Zecken können, wenn sie infiziert sind noch resistenter gegenüber Hitze und Kälte sein als Zecken, die nicht infiziert sind.

Ich helfe Ihnen gerne bei der richtigen Wahl des besten Mittels für Ihr Tier.

 

Impfungen als Fundament

Was Sie als Tierbesitzer unbedingt wissen sollten!

  • Schutzimpfungen zählen zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen gegen verschiedene gefährliche Infektionskrankheiten, die unsere Haustiere nach wie vor bedrohen. Die in Österreich zugelassenen Impfstoffe sind alle auf Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft.
  • Eine solide Grundimmunisierung jedes Haustieres ist die Basis für einen optimalen Schutz, sowohl für das Einzeltier als auch für die Population. Die Grundimmunisierung soll im Welpenalter beginnen und endet mit einer Impfung 1 Jahr später (also im Alter von ca. 15–16 Monaten). Insgesamt sind somit 1–4 Impfungen als Basisschutz erforderlich.
  • Die Aufrechterhaltung des durch die Grundimmunisierung erzielten Schutzzustandes erfolgt durch regelmäßige Wiederholungsimpfungen. Ein jährlicher Impftermin ist unbedingt erforderlich; bei diesem wird im Beratungsgespräch zwischen dem Tierbesitzer und dem Tierarzt entschieden, gegen welche Krankheiten aktuell nachgeimpft werden muss.
  • Gegen manche Erreger ist dies unbedingt jährlich erforderlich, gegen manche können bei geringer Infektionsgefahr des Impflings längere Abstände gewählt werden, gegen manche muss das Impfintervall u.U. kürzer als 1 Jahr gehalten werden. Der Impfplan ist individuell an den Impfling anzupassen. Der Tierarzt ist der kompetente Berater bei dieser Entscheidung!
  • Vor jeder Impfung ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich, weil verschiedene Krankheiten den Impferfolg beeinträchtigen. Nur der Tierarzt kann feststellen, ob das Tier impfbar ist!

Impfmaßnahmen ersparen oftmals teure Behandlungskosten oder gar den Verlust des Haustieres. Die regelmäßige Schutzimpfung beim Kleintier stellt sozusagen eine „Krankenversicherung“ gegen die gefährlichsten Infektionskrankheiten dar. Der regelmäßige finanzielle Aufwand für die Impfung kann mit dem Mehraufwand für eine Kaskoversicherung beim Auto verglichen werden. Ebenso wie diese ist sie auch im „Fall der Fälle“ stets wesentlich günstiger als Behandlungs- und Folgekosten einer lebensgefährlichen Infektion bzw. des Totalschadens beim Auto.

Darüber hinaus vermeiden Sie auch Leid und Schmerzen und stellen somit einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz dar! Ihr geimpftes Tier trägt auch zum Schutz der Population bei, weil von geimpften Tieren ein wesentlich geringeres Infektionsrisiko ausgeht. In diesem Sinne: Wenn Ihr Tier reden könnte, würde es sich für eine Impfung entscheiden, denn „Vorbeugen ist besser als Heilen!“

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