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Samtpfoten – Stubentiger – reissende Bestien?

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Unsere heutige “Wussten Sie schon … “-Kategorie ist den Stubentigern gewidmet, die seit Jahrhunderten um nicht zu sagen Jahrtausenden zu unseren liebsten Haustieren zählen.

Ist Ihnen bewusst, dass unsere schnurrenden, miauenden und sanften Samtpfoten fleischfressende Raubtiere mit kräftigen Kiefermuskeln und scharfen Zähnen sind?

Mit ihren stark ausgebildeten Reißzähnen können Fleisch und kleine Knochen zerkleinert werden. Die Eckzähne dienen vornehmlich dem Beutefang und dem Festhalten und Tragen der Beute. In ihrem natürlichen Lebensraum ernähren sie sich ausschließlich von kleinen Säugetieren (z. Bsp. Mäusen, Hamstern, etc.) und je nach natürlichem Beuteangebot auch in geringerem Maße von Vögeln, Amphibien, Reptilien und Spinnen.

Katzen können salzig, sauer und bitter unterscheiden, den süßen Geschmack können sie nicht wahrnehmen. Durch eine Erkältung jedoch können Katzen ihren Geruchssinn einbüßen und so den Appetit verlieren.

Was aber ist der große Unterschied im Bereich der Ernährung in den letzten Jahrzehnten?

Dem Fertigfutter werden mittlerweile bestimmte essentielle Nahrungsbestandteile wie z. Bsp. Taurin, Arginin, Lysin, Methionin, Cystein und Nicotinsäure künstlich zugesetzt. Bei der Verfütterung von menschlichen Speiseresten wurden diese Stoffe nur unzureichend zugeführt.

Lassen Sie sich nicht verunsichern in Sachen Fertigfutter – achten Sie auf die Inhaltsstoffe und suchen Sie ein Futter, das nicht nur gesund ist, die notwendigen Inhaltsstoffe enthält sondern Ihrer Samtpfote auch richtig gut schmeckt!

Ihre Tierärztin Verena Senoner

 

Die Happy-End-Fellnase RUBI

 

“Das Internet kann zum Pranger des 21. Jahrhunderts werden. Die Entwicklung ist besorgniserregend.” Das sagte Ilse Aigner – BM in D für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vor einiger Zeit. Dass sie damit nicht unbedingt Recht hat beweist mein heutiger “Happy-End-Fall” – und RUBI.

 
RUBI ist ein Hund, der vor 4 Wochen von Barbara aus dem Tierheim geholt wurde. Schüchtern und vorsichtig ist RUBI dabei, sich in ihrer neuen Familie einzugewöhnen. Auch die “Großeltern” tun alles, um der Fellnase die Umstellung in die neue Familie zu erleichtern. Jedoch ist RUBI nicht nur schüchtern sondern – wie viele anderen Fellnasen auch – neugierig. Und hat im Garten ein klitzekleines Schlupfloch im Zaun gefunden, von dem bis zum Wochenende keiner gewusst hat. Einmal den Kopf durchgesteckt, Schultern nach und schon eröffnete sich eine neue Welt. In Nachbars Garten gab es viel zu entdecken – unter anderem auch das offene Gartentor. Und schon war RUBI fort. 2 Tage langes Suchen, Warten, Hoffen und Beten war für die Familie die Folge.

Gott sei Dank wurde RUBI von 2 netten Menschen gefunden, die die Fellnase mit nach Hause genommen haben, sie gebadet und gefüttert haben und natürlich auch mit ihr Gassi gegangen sind. Und genau da haben sie eine Passantin getroffen, die RUBI bereits durch die geschaltete Suchmeldung wiedererkannt hat. So wurde der Suche ein glückliches Ende gesetzt und RUBI ist wieder wohlbehalten zu Hause.

Zwei Sachen möchte ich Ihnen mit dieser Geschichte mit auf den Weg geben. Bitte “durchforsten” Sie Ihren Garten nach Schlupflöchern im Zaun. Mögen sie uns auch noch so klein erscheinen, manchmal sind sie groß genug, um eine unkontrollierte Abenteuerreise zu ermöglichen.

Ausserdem: unterschätzen Sie nie die Möglichkeit, die eine Suchmeldung per Internet bereithält! Registrieren Sie Ihre Fellnase bei www.animaldata.at und bei www.tasso.net.! Auch das Teilen per FB und auf sonstigen Social-Media-Plattformen kann Ihnen Ihre Fellnase – egal ob Hund oder Katze – schneller wieder zurückbringen!

Ihre Tierärztin Verena Senoner

Eeeentspannung!!!!!

Woran denken Sie bei Silikon? An Ihr Badezimmer und die dazugehörigen Fugen? An den Gugelhupf vom letzten Sonntag, den Sie in einer Silikon-Backform gebacken haben?

Ich will Ihnen heute ein Silikon-Produkt vorstellen, das Ihre Katze in Sekundenschnelle in den siebenten Himmel katapultiert: Eine SILIKONBÜRSTE, die nicht nur die losen Haare und Unreinheiten entfernt, sondern auch schonend weich auf empfindlichster Tierhaut ist.

Die Anwendung für Ihre Katze ist denkbar einfach: feuchten Sie die Bürste immer leicht an – das führt zum Aufheben der statischen Ladung – die Haare bleiben also an der Bürste kleben und fliegen nicht durch den Raum. Die Silikonbürste zieht die losen Haare magnetisch an, Ihr vierbeiniger Liebling entspannt sich merklich durch die angenehme Massage und die sanfte Fellreinigung.

Sie können die Bürste aber auch verwenden, um Tierhaare von Möbeln und Kleidern zu entfernen. Und wenn die Bürste selbst einmal gereinigt werden muss: ab damit in den Geschirrspüler oder in die Waschmaschine!

Die Bürste gibt es für kurz- oder langhaarige Katzen – ebenso aber auch natürlich für die bellenden Fellnasen!

In Kürze bei mir in der Ordination erhältlich! Ihre Tierärztin Verena Senoner

Muffins, Hamburger und Salami! Alles Käse oder was?

 

Ein tageaktuelles Thema – und es geht wieder um bellende Fellnasen.

Sie haben ihn vermutlich schon gesehen – OBIE, den amerikanischen Dackel.

 

 

Er hatte eine Familie, die es wohl mehr als gut mit ihm gemeint hat. Mehrmals täglich gab es viel zuviel zu essen und zwischendurch einige Leckerlies. Das führte dazu, dass Obie 35 kg gewogen hat! Mehr als ein Jahr strikte Diät, viele lange Spaziergänge und eine Bauchstraffung waren notwendig, um Obie seine alte – normale – Dackelfigur wiederzugeben. Heute wiegt Obie gesunde 12,2 Kilogramm.

Warum ich diese Geschichte ausgesucht habe, um Sie bei mir zu posten? Weil ich immer wieder erlebe, dass wir Menschen es einfach zu gut mit unseren vierbeinigen Lieblingen meinen. Ab und an ein Leckerlie, ein Stückchen Butterbrot zum Frühstück, ein Bröckerl Leberwurst vom Herrchen, mehrere Stückchen Käse oder Schinken vom Junior der Familie. Alles zusammengezählt ergibt das eine zu große Kalorienzahl für eine schnüffelnde Fellnase. Vor allem, wenn die Futtermenge morgens und abends gleich bleibt.

Wussten Sie schon, dass 25 g Käse für einen Hund gleichbedeutend ist mit 2 großen Muffins für uns Zweibeiner? Oder aber 2 1/2 Scheiben Salami sich auf die Hundehüften schlagen wie bei uns Menschen 1 1/2 Hamburger?

Bitte denken Sie immer daran, wenn Sie Ihrer Fellnase das ein oder andere Leckerlie zur Belohnung oder einfach zwischendurch geben! Verbrennt Ihre Fellnase die Kalorien eher zurückhaltend schrauben Sie bitte die Futterdosis morgens und/oder abends zurück und zählen die gesamten Kalorien des Tages!

Gerne berate ich Sie und Ihre Fellnase in Sachen Ernährung! Ich freue mich auf Sie! Ihre Tierärztin Verena Senoner

Wildtier oder Knutschkugel?

Sie krabbeln in unseren Gärten, recken ihre kleinen Stubsnäschen und haben gar winzige und entzückende kleine Pfoten. Ausserdem bereiten sie sich gerade vor – auf den herannahenden Winterschlaf.

Von wem ich rede? Ich gebe Ihnen noch einen klitzekleinen, stacheligen Hinweis: Ihren Körper bedecken bis zu 8.000 Stacheln und trotzdem ist es möglich, sie unbeschadet in die Hand zu nehmen.

Sie haben es sicher schon erraten: ich rede von Igeln. Diese putzigen kleinen Jung-Wildtiere sind gerade emsig in unseren (Vor-)Gärten unterwegs und versuchen, ihr optimales Gewicht für den Winterschlaf zu bekommen. Das ideale Winterschlafgewicht liegt bei Jungtieren bei etwa 500 g, 1000g und mehr haben Alttiere vorzuweisen.

Ob ein Igel alleine überwinterungsfähig ist oder nicht kann nur ein Tierarzt entscheiden – aber NUR KRANKE ODER VERLETZTE TIERE BENÖTIGEN MENSCHLICHE HILFE!!!! Manchmal reicht es schon, dem Igel im November am Fundort eine geschützte Futterstelle einzurichten. Aber auch im Herbst gefundene, kranke Tiere müssen nicht unbedingt in der geheizten Stube überwintert werden. Falls noch kein Frost herrscht können gesundete Igel nach der Rekonvaleszenz beim Menschen oft noch im späten Herbst wieder in die Natur entlassen werden – abendliche Zufütterung und die Schaffung von künstlichen oder natürlichen Unterschlüpfen ist die beste Igelhilfe, die sich eine kleine Stubsnase vorstellen kann.

Aber vergessen Sie bitte nicht: Ziel jeder Igelpflege muss es sein, das Wildtier wieder in seine gewohnte Umgebung und in die Freiheit zu entlassen! (p.s: das foto haben wir uns von naturfotografen-forum.de/o229542-Hedgehog%20Igel geborgt)

Ihre Tierärztin Verena Senoner
Igel im Herbst

Sitz, platz, bleib!

Alex Minnich bei der Arbeit

 

Ab und an will ich auch meine Partner zu Wort kommen lassen – diesmal freue ich mich sehr über ein Gespräch mit Alexander Minnich, der sich seit vielen Jahren mit Hunden und ihrer Erziehung beschäftigt.

 

Meine Fragen an Alexander:

V.S.: Was kann man als Hundehalter tun, um seine Fellnase gut zu leiten und ihr ein idealer Rudelführer zu sein?

A.M.: Es gibt selbstverständlich kein “Geheimrezept”, denn jeder Hund hat seinen eigenen Charakter und seinen eigenen Kopf – manche sind leichter zu leiten, manche sind regelrechte Sturköpfe. Es gibt aber eine Vielzahl von konsequenten und richtigen Maßnahmen, die der Hundehalter anwenden kann, um die Erziehung seines vierbeinigen Begleiters zum Erfolg zu führen.
V.S.: Woran aber liegt es, dass manche Hunde entspannter reagieren als andere?
A.M.: Damit der ausgewachsene Hund ausgeglichen ist, sich wohlfühlt, seinem Rudelführer vertraut und im Endeffekt aus ihm ein unkomplizierter Hund wird, müssen bestimmte Entwicklungsschritte eingehalten werden. Als erstes gilt, bitte überforden Sie den Welpen nicht. Dies birgt das Risiko, dass er gestresst wird und wir wissen, wie es uns geht: Stress verhindert das Lernen. Fördern Sie nach Möglichkeit kein unerwünschtes Verhalten- auch wenn es noch so schwer fällt! Was meine ich damit: z. Bsp. streicheln, wenn der Hund ängstlich ist. Das gibt der Fellnase nämlich das Signal: es ist richtig, ängstlich zu sein. Der bessere Weg ist das Ignorieren, wenn der Hund Angst hat. Und ich weiss, wie schwer das fällt! Denn leider gilt: das erlernte unerwünschte Verhalten ist schwierig zu korrigieren.

V.S.: Vielen Dank für Ihre Tipps!

Ihre Tierärztin Verena Senoner

Das Bad in der (Sand-)Menge!

Wussten Sie schon, dass auch Chinchillas, Hamster oder Wüstenrennmäuse ab und an ein Bad geniessen wollen?

Wenn Sie sich jetzt ein Behältnis mit Wasser und darin herumspritzende kleine Nager vorstellen muss ich Sie leider enttäuschen.

Die Nagetiere “baden” am liebsten in natürlichem, staubfreien Badesand.

Was aber ist dabei zu beachten? Die Körner sollten die perfekte Grösse und Dichte haben und dabei noch rund sein. Dies sorgt nämlich dafür, dass die Körner durch die feine Haarstruktur der Tiere gelangen und für gesunde Haut und somit auch gesundes Fell sorgen.

Ausserdem wird das Zuhause unserer Nagerfreunde durch den Badesand insofern bereichert, da das natürlich angelegte Grabungsverhalten ausgelebt werden kann – ein Paradies für die Nager ist garantiert!

Ihre Tierärztin Verena Senoner

Welpenspielereien

 

 

Was passiert eigentlich, wenn die Tierarztpraxis zum Welpenspielplatz wird? Ist das erlaubt, erwünscht, sinnvoll?

 

 

Wir sagen JA. Denn nicht nur, dass das Welpenspiel als solches ein sehr sinnvolles Instrument ist, um die Fellnasen von Anfang an untereinander zu sozialisieren – es macht durchaus Sinn, das ab und an in einer Tierarztpraxis zu machen – so es der Platz und die Infrastruktur erlaubt.

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, was denn der Sinn dahinter ist. Wir versuchen so, den Kleinen von Beginn an die Angst und die Scheu vor einer Arztpraxis zu nehmen. Die Welpen verbinden so die Tierarztpraxis mit positiven Empfindungen und erleben diese Umgebung in freundlichem und hellem Licht.

Wir können natürlich nicht versprechen, dass das ein Hundeleben lang anhält – aber ein positiver Beginn ist so schon einmal gemacht.

Ihre Tierärztin Verena Senoner und Hundetrainer Alexander Minnich

(zu finden auf www.facebook.com/dogs.minnich.at oder www.dogs.minnich.at)

Fellnasen-Erste-Hilfe

Kennen Sie das? Sie sind nichtsahnend mit Ihrer Fellnase unterwegs und plötzlich ist alles anders. Sie bemerken, dass Ihr treuer Begleiter dringend ärztliche Hilfe benötigt, sei es, weil er liegt und nicht mehr weitergehen kann, hechelt oder apathisch reagiert. Was tun?

Das Wichtigste ist mit Sicherheit einmal, selbst Ruhe zu bewahren. Und ich weiß, das ist eigentlich auch schon das Schwierigste. Was können Sie aber noch tun, um den Hund bis zum Tierarztbesuch zu stabilisieren?

Viele hilfreiche Tipps und Tricks verrate ich bei meinen “Erste-Hilfe-Kursen speziell für Hundebesitzer”. Sie erlernen, wie Sie einen Verband anlegen, welche Anzeichen es für lebensbedrohliche Umstände gibt und wie Sie den Weg vom hilflosen Zuseher zum hilfreichen Rudelführer gehen können.

Die Kurse sind in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert – die Senoner-Rudelhunde stellen sich für das Üben gerne zur Verfügung.

Nun zu den Fakten:

Ort:
Tierarztpraxis Senoner, Antonsgasse 14, 2500 Baden

Dauer:
ca 2 Stunden

Kosten:
€ 29 pro Person (Hunde müssen bei unseren Erste-Hilfe-Kursen zu Hause bleiben)

Mindestteilnehmerzahl: 3

Maximalteilnehmerzahl: 8

Die nächsten Termine:
Freitag, 27. September 2013, 19.00 Uhr
Samstag, 28. September 2013, 15.00 Uhr und 18.00 Uhr

verbindliche Anmeldungen bitte per e-Mail unter praxis@tierarzt-senoner.at

Ich freue mich auf Sie! Ihre Tierärztin Verena Senoner

Schildkröten und ihr Zuhause

“Eine Schildkröte, wegen ihrer Langsamkeit von einem Hasen gehöhnt, wagte es doch, ihn zu einem Wettlauf herauszufordern, den er auch, mehr aus Scherz als aus Prahlerei, annahm. Der Tag des Wettlaufs kam; das Ziel wird bestimmt, beide betreten in dem nämlichen Augenblick die Bahn.” …

Sicher können Sie sich an das Märchen mit der Schildkröte und dem Hasen erinnern!?! Heute möchte ich Ihnen einige Tipps zur Freilandhaltung europäischer Landschildkröten mitgeben – ganz gemäß dem diesmonatigen Spezialthema “Sicherheit!.

Nicht nur die Schildkröte im Märchen freut sich über Auslauf, auch IHRE wird es Ihnen danken. Beachten Sie bitte, dass die Gehegegröße für 2 ausgewachsene Tiere mindestens 15 m2 sein soll. Für jedes weitere Tier zählen Sie 2 m2 dazu. Schildkröten sind zwar nicht die Schnellsten, dafür aber sind sie ganz begabte Archäologen. Sie graben was das Zeug hält – daher sollte die Umzäunung mind. 40 cm hoch sein und sollte mind. 25 cm in die Erde eingelassen sein. Diese Umzäunung aber keinesfalls aus Maschendraht herstellen – die Gefahr von Schnittverletzungen bei Ausbruchversuchen ist sehr hoch!

Wussten Sie eigentlich, dass Schildkröten, obwohl schon durch ihren Panzer geschützt, ein interessantes Ziel für Hund, Katze, Marder, Krähe oder sonstige Raubtiere abgibt? Auch wenn Ihre Fellnase kein Interesse hat, die Schildkröte zu fressen – anknabbern und mit ihr spielen steht jedoch meist hoch im Kurs. Bitte sorgen Sie durch eine Abdeckung zb. mittels Drahtgaze von oben dafür, Ihren Hausgenossen vor neugierigen Bissen zu schützen!

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Reptil einen wundervollen Spätsommer und freue mich auf Bilder und Geschichten Ihrer tierischen Lebensgefährten! Ihre Tierärztin Verena Senoner

Sommerzeit ist Grannenzeit!

Was gibt es Schöneres als an einem lauen Sommerspätnachmittag mit seiner Fellnase durch die Felder und Wälder zu streifen und die Alltagssorgen zu vergessen? Kaum etwas. Allerdings ist auch bei diesen Spaziergängen gerade zu dieser Jahreszeit Vorsicht geboten! Warum? Sommerzeit ist Grannenzeit!

Besonders die langhaarigen und die schlappohrigen Hunde sind in der Spätsommerzeit gefährdet, beim Spaziergang eine Granne „aufzugabeln“. Der Blütenstand der wild auf sehr trockenen Stellen, besonders an Wegrändern und Baumscheiben wachsenden Schliafhansl/Mäusegerste (Hordeum murinum) ist deshalb so gefährlich, weil die langen, rauen Ähren (Grannen) bei Berührung sehr leicht abbrechen und sich am Fell stöbernder Hunde anheften können. Die mit feinen Widerhaken bewehrten Grannenfäden verhindern ein Abschütteln und lenken die stacheligen Grannenspitzen, wie kleine Pfeile, tiefer ins Fell der Tiere hinein. Auf diese Weise können die Ähren oder Ährenteile in Ohren (Foto), Augen, Nasenlöcher oder in die Haut (vor allem im Zwischenzehenbereich) eines Hundes vordringen.

Während Grannen im Ohr, am Auge und in der Nase i.d.R. gut zu entdecken und damit auch schnell zu entfernen sind, stellen sie im Zwischenzehenbereich für Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt nicht selten ein größeres Problem dar.

Vielfach kann zunächst nur die Reifung des Abszesses durch eine Behandlung mit Zugsalbenverbänden beschleunigt werden. Platzt der Abszess schließlich auf, gelingt es leichter, die Grannenteile zu finden. Da Grannenfremdkörper für Ihr Tier immer hochgradig schmerzhaft sind, sollten Sie, wenn entsprechende Symptome auftreten, schnellstens Ihre Tierärztin / Ihren Tierarzt aufsuchen.

Um Ihr Tier vor Grannen so gut wie möglich zu schützen, empfehlen wir Ihnen folgende Prophylaxemaßnahmen:
Während der Sommermonate sollten vor allem die Haare im Zwischenzehenbereich langhaariger Hunde kurz geschnitten werden um die Kontrolle nach jedem Spaziergang zu erleichtern. Alternativ empfiehlt sich das Befeuchten der Pfoten zur besseren Übersicht. Haare auf den Innenseiten von Schlappohren sollten geschoren werden. Vor allem bei mittelgroßen schlappohrigen Rassen, wie z.B. Cocker etc., können für die Dauer der Spaziergänge die Ohren mit Haargummis verschlossen und geschützt werden

Geruhsame Spaziergänge und alles Liebe! Ihre Tierärztin Verena Senoner

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