Wildtier oder Knutschkugel?

Sie krabbeln in unseren Gärten, recken ihre kleinen Stubsnäschen und haben gar winzige und entzückende kleine Pfoten. Ausserdem bereiten sie sich gerade vor – auf den herannahenden Winterschlaf.

Von wem ich rede? Ich gebe Ihnen noch einen klitzekleinen, stacheligen Hinweis: Ihren Körper bedecken bis zu 8.000 Stacheln und trotzdem ist es möglich, sie unbeschadet in die Hand zu nehmen.

Sie haben es sicher schon erraten: ich rede von Igeln. Diese putzigen kleinen Jung-Wildtiere sind gerade emsig in unseren (Vor-)Gärten unterwegs und versuchen, ihr optimales Gewicht für den Winterschlaf zu bekommen. Das ideale Winterschlafgewicht liegt bei Jungtieren bei etwa 500 g, 1000g und mehr haben Alttiere vorzuweisen.

Ob ein Igel alleine überwinterungsfähig ist oder nicht kann nur ein Tierarzt entscheiden – aber NUR KRANKE ODER VERLETZTE TIERE BENÖTIGEN MENSCHLICHE HILFE!!!! Manchmal reicht es schon, dem Igel im November am Fundort eine geschützte Futterstelle einzurichten. Aber auch im Herbst gefundene, kranke Tiere müssen nicht unbedingt in der geheizten Stube überwintert werden. Falls noch kein Frost herrscht können gesundete Igel nach der Rekonvaleszenz beim Menschen oft noch im späten Herbst wieder in die Natur entlassen werden – abendliche Zufütterung und die Schaffung von künstlichen oder natürlichen Unterschlüpfen ist die beste Igelhilfe, die sich eine kleine Stubsnase vorstellen kann.

Aber vergessen Sie bitte nicht: Ziel jeder Igelpflege muss es sein, das Wildtier wieder in seine gewohnte Umgebung und in die Freiheit zu entlassen! (p.s: das foto haben wir uns von naturfotografen-forum.de/o229542-Hedgehog%20Igel geborgt)

Ihre Tierärztin Verena Senoner
Igel im Herbst

Find Us on Facebook
Ordinationszeiten:

MO und DO: 10:00 bis 14:00 Uhr
DI und FR: 16:00 bis 20:00 Uhr
SA: 10:00 bis 12:00 Uhr

Mittwoch geschlossen!

Termine sind außerhalb der Ordinationszeiten nach telefonischer Vereinbarung jederzeit möglich!